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Pflichten gegenüber CH-Behörden

Pflichten gegenüber CH-Behörden

Akteure im Vollzug flankierender Massnahmen

Die nachfolgenden Akteure handeln in behördlichem Auftrag und sind befugt verbindliche Weisungen gegenüber Arbeitgebern zu erlassen:

Paritätische Kommissionen PK kontrollieren die Einhaltung der Gesamtarbeitsverträge. Sie setzen sich aus einer gleichen Zahl von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammen.

Tripartite Kommissionen TPK haben die Funktion, Lohndump- ing in Branchen zu verhindern, in welchen keine allgemein- verbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträge bestehen. Sie setzen sich aus Vertretern des Staates, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zusammen. Es gibt tripartite Kommissionen der Kantone und eine tripartite Kommission des Bundes. Im Bereich der Entsendung ausländischer Arbeitnehmer kontrollieren die tripartiten Kommissionen die Einhaltung von Normalarbeitsverträgen mit zwingenden Mindestlöhnen.

Kantonale Arbeitsinspektorate kontrollieren die Einhaltung von Vorschriften über den allgemeinen Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und über die Arbeits- und Ruhezeiten.

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva kontrolliert ergänzend zu den kantonalen Arbeitsinspektoraten die Einhaltung von Vorschriften betreffend Gesundheitsschutz.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO beaufsichtigt den Vollzug des Entsendegesetzes. Es übt die Aufsicht über die PK und TPK aus.

Das Staatssekretariat für Migration SEM ist die Fachbehörde des Bundes für das Ausländerrecht.

Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden sind zuständig für den Vollzug des Ausländerrechts. Gesuche um Erteilung einer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung bei Entsendungen von über 90 Tagen aus der EU oder (ab 1.Tag) bei Drittstaaten sind dort einzureichen.

Die Hauptabteilung Mehrwertsteuer der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV ist für die Erhebung der Mehrwertsteuer zuständig.

Pflichten

Diesem Schema können Sie entnehmen, ob Sie vor der Aufnahme der Arbeiten in der Schweiz eine Bewilligung beantragen müssen oder ob Sie lediglich einer vorgängigen Meldepflicht unterliegen. Die Angaben gelten einerseits für Arbeitnehmer, die eine Stelle bei einem Schweizer Arbeitgeber antreten, anderseits für ausländische Dienstleistungserbringer. Weitere Informationen.

Erbringen Sie eine Dienstleistung in der Schweiz und sind Sie meldepflichtig, beachten Sie bitte, dass Sie die Arbeit frühestens acht Tage, nachdem Sie den Einsatz gemeldet haben, aufnehmen dürfen (erfolgt die Meldung beispielsweise am 21.07.2015, darf die Arbeitsaufnahme frühestens am 29.07.2015 erfolgen). Hier geht's zum Online-Meldeverfahren.

Benötigen Sie eine Arbeitsbewilligung, können Sie diese direkt bei der kantonalen Behörde am Einsatzort beantragen. Hier finden Sie eine Übersicht über die zuständigen Behörden.

Bitte beachten Sie, dass für Arbeiten in der Nacht und an Sonntagen eine Bewilligung eingeholt werden muss. Weitere Auskünfte erteilen Ihnen die kantonalen Arbeitsinspektorate.

Bitte beachten Sie, dass Sie für in der Schweiz ausgeführte Arbeiten die Schweizer Mehrwertsteuer entrichten müssen. Von der Mehrwertsteuerpflicht erfasst werden alle Unternehmen, die weltweit einen Umsatz von mindestens 100'000 Franken erzielen. Sie werden ab dem ersten Franken Umsatz in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtig. Anmeldung für die Mehrwertsteuer sowie weitere Informationen

Wirtschafts-, gesundheits- und gewerbepolizeiliche Vorschriften sowie weitere mit der Berufsausübung verbundene Auflagen bleiben vorbehalten.